KÄMPA SHOWAN – Solikundgebung am 16. März 2014 in Berlin

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Solikundgebung am 16. März 2014 in Berlin
KÄMPA SHOWAN – Gegen Homophobie und Rassismus

Wir sind erschüttert und traurig. Am 8. März wurden in Malmö der Antira-Aktivist und Malmö-FF-Fan Showan Shattak sowie drei seiner Genoss_innen bei einem Angriff durch Neonazis zum Teil lebensgefährlich verletzt. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, ihren Familien, Freund_innen und Genoss_innen.

Die Gruppe befand sich auf dem Nachhauseweg von einer Mitternachtsparade zum Frauenkampftag, als sie von Nazis mit Messern attackiert wurde. Am schlimmsten verletzt wurde dabei Showan Shattak. Er trug bei dem Angriff schwere Kopfverletzungen davon und liegt seitdem im künstlichen Koma.

Der 25-Jährige Showan ist Gründer von „Fotbollssupportrar mot homofobi“, dem schwedischen Ableger von „Fußballfans gegen Homophobie“. Die Initiative geht zurück auf die Abteilung Aktive Fans von Tennis Borussia Berlin (TBAF). Das Banner mit der Aufschrift „Fußballfans gegen Homophobie“ war seit dem Beginn der Kampagne im Juni 2011 bundesweit bei über 60 Fußballvereinen von der Bundesliga bis zur Freizeitliga sowie seit April 2013 international unter anderem in Kroatien, Griechenland und Spanien zu sehen. Der Kampagne geht es darum, ein Zeichen gegen Homophobie und Diskriminierung im Fußball zu setzen, aktive Fans im Kampf gegen Homophobie zu vernetzen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Showan und viele andere Fans in Schweden haben in den letzten Monaten einiges dafür getan, diese Ziele umzusetzen.

Aufgrund seines Engagements ist der Aktivist Showan seit Längerem im Fokus der schwedischen Neonazi-Szene. Auf der Homepage der neonazistischen Svenskarnas Parti wurde er als linker Aktivist geoutet und öffentlich Hetze gegen ihn betrieben. Auch die rechtsextreme Seite “Realisten” berichtete im November 2013, hinter der neuen “Homokampagne”, die von Fans unterschiedlicher Vereine in Schweden mitgetragen wird, stecke “der bekannte Linksextremist” Showan Shattak.

Der Mordversuch in Malmö zeigt erneut, dass Rassismus, Homophobie und andere Diskriminierungsformen eine alltägliche und mitunter lebensbedrohliche Gefahr für Andersdenkende und -aussehende darstellen. Davon sind immer häufiger auch linke Fußballfans betroffen. Nicht nur in Schweden, sondern auch in Braunschweig, Aachen oder Duisburg kam es in den vergangenen Monaten zu zahlreichen Angriffen auf Fans verschiedener Vereine, die sich für bunte und diskriminierungsfreie Kurven stark machen.

Am Sonntag möchten wir im Anschluss an das Spiel von Tennis Borussia unsere Solidarität zum Ausdruck bringen und ein deutliches Zeichen gegen Homophobie und Rassismus vor der Schwedischen Botschaft setzen.

Wann: Sonntag, 16.03.2014, 17:30 Uhr
Wo: Vorplatz Nordische Botschaften, Rauchstr. 1, 10787 Berlin

Wer für die Opfer in Malmö spenden möchte, kann das mit dem Betreff „Malmö“ auf folgendem Konto tun:

Name of the bank: Nordea Bank AB (publ)
Address: Smålandsgatan 17, 105 71 Stockholm

IBAN: SE62 9500 0099 6034 0441 4686
BIC-kod (SWIFT): NDEASESS

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