Archiv für November 2011

FUßBALL UND SCHWUL – DAS GEHT GAR NICHT ! ?

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An die 90 Personen kamen zu der Diskussionsrunde „Fußball und Schwul – das geht gar nicht ! ? der Meenzelmänner am 17.November in den VIP-Raum des Bruchwegstadions von Mainz 05. Mit Malik Fathi stellt sich – nach unserem Wissen – das erstemal ein Profifußballer einer Live Diskussion zu diesem Thema. Es entwickelte sich eine Interessante und teilweise kontroverse Diskussion über ein mögliches Outing eines Profifußballer und Homophobie im Fußball. Alle gemeinsam waren sich aber einig, das dieses Thema aus der Tabu Ecke heraus muss. Für Malik Fathi ist es wichtig, dass sich ein Fußballer dann outet wenn es für ihn selbst eine Befreiung wäre. Ein Outing auf Grund von öffentlichem Druck lehnt er und alle Teilnehmer ab. Dag Heydecker, Geschäftsführer Mainz 05, findet die Zeit noch nicht gekommen für ein Outing – Mainz 05 würde aber einem Spieler auf jeden Fall alle Unterstützung geben. Markus Delnef von den Meenzelmänner betonte, dass ein Outing eines Profis als Vorbild für andere zu sehen sei. Auch für junge, ungeoutete Schwule, wäre dies ein positives Signal. Tankred von den Ultras Mainz sieht von Fanseite, zumindest in Mainz, überhaupt kein Problem, wenn sich ein Profi outen würde. Insgesamt wurde erwähnt, dass in Mainz sowohl die Fans als auch der Verein mit dem Thema „Fußball und schwul“ sehr offen umgehen würden. Die Ultra Szene Mainz und die Meenzelmänner pflegen seit 4 Jahren sehr enge Kontakte. Diese tauschen sich regelmäßige zu verschiedenen Fanthemen aus. Auch der Kontakt zwischen Meenzelmänner und Mainz 05 ist sehr intensiv. Dies wurde an diesem Abend auch sehr deutlich sichtbar da u.a. der Stadionsprecher Klaus Hafner diese Diskussionrunde moderierte. Auch waren im Publikum einige Hauptamtliche von Mainz 05 anwesend.

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Presse:http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/11373621.htm

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Roter Stern Leipzig | 20.11.2011

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Vor dem Spiel RSL vs. Stötteritz hing das Banner noch auf dem Nebenplatz, zum Freundschaftsspiel TeBe Party Army vs. AG Stimmung.

SV Babelsberg 03 | 19.11.2011

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Das Banner in der ersten Halbzeit im Ostblock. (Bild: amaranto.noblogs.org)

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In der zweiten Halbzeit in der Nordkurve (Bild: amaranto.noblogs.org)

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Aktion Libero

Heute, am 16. November 2011, thematisieren über 60 Sportblogs Homophobie im Fußball auf jeweils ihre besondere Weise und setzen so gemeinsam ein Zeichen gegen Homophobie. Die »Aktion Libero« ist ein weiterer wichtiger Mosaikstein für ein respektvolles Klima gegenüber Schwulen und Lesben im Fußball. Sportbloggerinnen und -blogger schreiben Wochenende für Wochenende von ihren Erlebnissen in den Stadien der Welt und tragen zur Faszination Fußball bei. Sie sind Teil des Fußballs. Daher ist es so wichtig, dass sich nun über 60 von ihnen öffentlich gegen Homophobie im Fußball wenden. Mehr Infos zur Aktion unter: http://www.aktion-libero.de

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HSV & St. Pauli beim „Startschuss Masters“

Zwei starke Statements von Bastian Reinhard (HSV) und…

St.Pauli-Vize Dr. Bernd- Georg Spies, beim schwulen Fußballturnier „Startschuss Masters“ in Hamburg

RSV Göttingen 05 | 06.11.2011

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Bild: Toby Naklab Photographie

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Bild: Toby Naklab Photographie

VFL Halle 96 | 30.10.2011

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GEGEN SCHWULENFEINDLICHKEIT!
Ein paar Worte zum Banner „Fußballfans gegen Homophobie“

Ein Fußballstadion kann ein sehr schöner Ort sein. Man kann dort Bier trinken, die eigene Mannschaft anfeuern und Freunde treffen oder einfach nur ein Spiel ansehen. Als Fan fiebert man mit und hofft auf drei Punkte. Unabhängig davon, ob es klappt oder nicht: der Fan ist emotional beteiligt. Leider befinden sich aber noch immer vorwiegend Männer in der Kurve; im Gemisch mit Alkohol und überbetonter Männlichkeit kommt es dann immer wieder zu unschönen, oft auch gewalttätigen Erscheinungen. Gerade wenn der Spielverlauf etwas ungünstig verläuft, kann auch etwas Ärger und Wut aufkommen. Das ist völlig normal. Normal in den meisten Stadien dieser Welt ist allerdings auch, dass der Gegner, der Schiri oder die gegnerischen Fans – nicht nur in Situationen, in denen man sich ärgert – als „schwul“ bzw. als „Schwuchtel“ bezeichnet werden. Diese Äußerungen sind – trotz aller gegenteiligen Bemühungen – auch manchmal am Zoo zu hören. Eigentlich sollte es überflüssig sein zu erklären, warum homophobe Sprüche weder im Stadion noch irgendwo sonst etwas zu suchen haben. Aber leider muss noch immer darauf verwiesen werden, dass die sexuellen Neigungen des Einzelnen absolute Privatsache sind; dies geht niemand anderen etwas an. Auch wenn die homophoben Beleidigungen sich nicht gegen tatsächlich homosexuelle Menschen richten, schaffen sie
doch ein schwulenfeindliches Klima. Auf ein solches Klima haben wir keine Lust. Wir finden es unerträglich, dass solch regressiven Äußerungen (bei weitem nicht nur im Stadion) zur Alltagssprache vieler und damit zu einem menschenfeindlichen Mainstream geworden sind. Der oft saloppe Ausdruck, dass einem der Spruch „nur so rausgerutscht“sei und man dann gönnerhaft von sich behauptet, man habe nichts gegen Schwule, macht den beleidigenden Ausdruck selbstverständlich nicht besser. Eher im Gegenteil unterscheidet man sich dann kaum von hartgesottenen Schwulenhassern wie Christoph Daum oder vielen andere Fußballfunktionären, Sportlern und unzähligen Fans, die Homosexualität für „abartig“ oder eine Gefährdung der Jugend o.ä. halten. Gegen diese Entwicklungen stellen wir uns. Aus diesem Grund freuen wir uns, dass heute beim Spiel gegen Lok das Banner „Fußballfans gegen Homophobie“ gezeigt werden kann. Die Leute, die sich von dem Plakat provoziert fühlen, wollen wir provozieren, da wir mit diesen nichts gemein haben. Das Banner tourt gerade durch viele Stadien und war bereits in allen Ligen zwischen Europaleague und Verbandsliga zu sehen. Dieser Zuspruch vieler Fangruppen zu dieser Kampagne überrascht und freut uns. Allerdings hat sich das Thema „Homophobie“ damit nicht erledigt. Jeder einzelne ist da gefragt und sollte bei schwulenfeindlichen Äußerungen am Zoo oder abends auf der Party intervenieren. Es sollte selbstverständlich sein, dass Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und eben Schwulenhass menschenverachtende Ideologien sind. Da es aber
offensichtlich nicht selbstverständlich ist, gilt es erst recht, sich zu positionieren.

In diesem Sinne: Für einen VfL, bei dem sich alle wohlfühlen, die eine friedliche, offene Atmosphäre dumpfen Ressentiments und Gewalt vorziehen.

Die aktiven Fans des VfL Halle 96
vflfans-halle@gmx.de